Krankheitsbild: Diabetes

Bei Menschen mit Diabetes dreht sich alles um den Blutzuckerwert. Schwere Folgeerkrankungen und Organschäden drohen bei nicht rechtzeitiger Behandlung eines falsch eingestellten Wertes. Zu den Hauptursachen von Diabetes gehören Blindheit, Leberversagen, Herzattacken, Schlaganfall und Amputationen der unteren Extremitäten. Die Zahl der Diabeteserkrankungen stieg im Zeitraum von 1980-2014 fast um das 4-fache von 108 Mio auf 422 Mio Menschen weltweit (Aktuell: 463 Mio.). [1] Es handelt sich dabei um eine chronische Erkrankung des Stoffwechsels: Der Blutzuckerspiegel der Leidenen ist krankhaft erhöht bzw. verringert, weshalb es seinen umgangsprachlichen Namen „Zuckerkrankheit“ bekommen hat. Die dabei häufigsten Formen sind der Typ-1- und der Typ-2-Diabetes, die durch eine Kombination bestimmter Merkmale voneinander unterschieden werden können. Eine Unterscheidung nach Alter bei Krankheitsbeginn oder Art der Therapie ist veraltet, da es viele Überschneidungen hinsichtlich dieser Merkmale gibt. [2]

Diabetes mellitus Typ1:

Bei Typ- 1 Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse ihr körpereigenes Hormon Insulin nicht mehr. Infolgedessen steigt der Blutzuckerspiegel. Grund dafür sind meist eine Fehlreaktion des Immunsystems. [3] Typ-1 könnte möglicherweise auch mit der Ernährung von Säuglingen mit Milchprodukten, hohem Nitratgehalt im Wasser und einer niedrigen Vitamin-D Zufuhr im Zusammenhang stehen. [4]

Diabetes mellitus Typ2:

Die Mehrheit aller Diabetespatienten lassen sich in mellitus Typ-2 einordnen. Diabetes Typ-2 ist eine durch den Körper ineffiziente Nutzung bzw. Produktion des Insulins charakterisiert. So steigt auch hier der Blutzuckerspiegel krankhaft an. Grund dafür sind meist Bewegungsmangel und Übergewicht, kann aber auch erblich bedingt sein. Bis vor kurzem wurde Typ-2 hauptsächlich bei Erwachsenen festgestellt, doch in letzter Zeit tratt es verstärkt auch bei Kindern auf. [5]

Welche Symptome treten bei Diabetes auf?

Da Diabetes keine schmerzhafte Erkrankung ist, wird es häufig erst spät bemerkt. Typ-2 verursacht sogar lange Zeit keine Beschwerden. Doch generell gibt es Symptome auf die zu achten sind, die auf die Zuckerkrankheit schließen lassen.

Sympome von Diabetes Typ-1 können sein:

  • Häufiger Harndrang
  • Starker Durst
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Trockene Haut

Sympome von Diabetes Typ-2 können sein:

  • Häufiger Harndrang
  • Starker Durst
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Schlecht heilende Wunden
  • Trockene, juckende Haut
  • Harnwegsinfekte

Die häufigsten Symptome beider Typen sind diejenigen der Hyperglykämie (Überzucker). [6][7]

Warum ist Diabetes gefährlich?

Wenn die Blutzuckerwerte im Laufe der Erkrankungung schlecht eingestellt sind, drohen schwerwiegende Folgeerkrankungen. Hauptsächlich treten primär Probleme bei kleinen und großen Gefäßen auf (vaskulärer Symptome). Die drei häufigsten und schwerwiegensten Entwicklungen des Diabetes werden durch Störung kleinerer Gefäße (mikrovaskulär) verursacht.

  • Retinopathie (häufigste Ursache für Erblindung )
  • Nephropathie (häufigsten Ursachen für eine chronische Nierenkrankheit)
  • Neuropathie (betrifft die distalen Extremitäten, also Füße und Hände)

Zu den häufigsten makrovaskularen Erkrankung gehören:

  • Angina pectoris und Myokardinfarkt (Druckgefühle in der Brust durch unzureichene Sauerstoffzufuhr)
  • Infarkte
  • Arterienverkalkung der Extremitäten

Zusammen mit den makrovaskulären Störungen, ergeben sich so ein breites Spektrum an verschiedensten Folgeerkrankungen durch dauerhaft schlechte Blutzuckerwerte. Diabetespatienten erleiden vier- bis sechsmal häufiger einen Schlaganfall oder Herzinfarkt als gesunde Menschen. Des Weiteren kommt es zu einer Störung des Immunsystems. Durch den direkten Einfluss der Überzuckerung auf die zelluläre Immunität, sind die Betroffenen besonders anfällig für Bakterien- und Pilzinfektionen. Um starke Stoffwechselschwankungen und Folgeerkrankungen frühzeitig zu erkennen sind regelmässige Untersuchungen wichtig, um diesen entgegenzuwirken. Das Messen und Überprüfen des Blutzuckers gehört somit zum Alltag eines jeden Diabetikers. [8]

Lässt sich Diabetes mit CBD behandeln?

Die Grunderkenntnis einiger Forscher sind, dass CBD vorteilhaft bei Diabetes sein kann und zusätzlich Folgeerkrankungen verhindern kann. [9] Wir errinnern uns, dass eine der Funktionen des Endocannabinoid-Systems die Regulierung des Energiestoffwechsels ist und somit auch Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat. Das ECS versucht die Reaktionen des Körpers auf zugeführtes Insulin auszugleichen, wobei es zu Schwankungen im Blutzuckerspiegel kommen kann. [10] Nichtsdestotrotz stimmten Forscher zu einer klinischen Anwendung von CBD zur Prävention des Typ-1 Diabetes und weiterer Autoimmunerkrankungen. Sie fanden heraus, dass Patienten die bei der Diagnose mit Typ-1 Diabetes ausgemacht wurden, genügend Restzellen verfügen, die Insulin produzieren. Denn CBD verringere die Blutkonzentration zweier entzündungsfördernder Botenstoffe und beeinflusse dadurch das Immunsystem. Somit schließen sie auf eine mögliche Behandlung mittels einer CBD-Therapie bei Diabetes Typ-1 Patienten. [11]

Auch bei Typ-2 Patienten zeigten sich positive Veränderungen. Es wurden Weitungen der Blutgefäße (Vasodilatation) festgestellt. Aufgrund der besonderen Eigenschaften von CBD, wirkt es zudem unterstützend auf endzündliche Prozesse im Körper. Sollte Übergewicht die Ursache der Zuckerkrankheit sein, kann auch hier CBD begleitend helfen. Denn CBD reguliert auch die Verdauung und den Appetit.

Auch erwies sich CBD wirksam bei der Behandlung von Retinopathie, wie bereits vorher erwähnt einer der häufigsten und schwerwiegensten Entwicklung des Diabetes.

Es gibt sicherlich noch viel mehr Vorteile zu benennen, denn CBD wirkt auf sovielen verschiedenen Ebenen im Körper, die alle mehr oder weniger im Zusammenhang stehen, um so den Körper in sein Gleichgewicht zubringen. Hier nochmal ein Übersicht:

  • die Blutzuckerstabilisierung
  • neuroprotektive Effekte
  • positive Auswirkung auf den Verdauungstrakt
  • Beitrag zu einem niedrigeren Blutdruck
  • Entzündungshemmende Wirkung im Hinblick auf arterielle Entzündungen
  • Weitung der Blutgefäße
  • Verringert oxidativen Stress, Zelltod, Fibrosen

—> Insgesamt kann CBD so Folgeerkrankungen mildern, verzögern oder gar verhindern. [12]

Wie lässt sich Diabetes generell vorbeugen?

Diabetes Typ-1:

Laut herkömmlichen Medizinern gib es aktuell keine Behandlung, die eine Typ-1 Erkrankung mildert oder ihr Fortschreiten verhindern könnte. Selbst Medikamente können langfristig nicht helfen, da es einer lebenslangen Therapie benötige, die Medikamente aber auf Dauer toxisch wirken. [13]

Diabetes Typ-2:

Hier hat sich eine simple Änderung von Lebensgewohnheiten als effektiv erwiesen. Diese kann den Beginn der Erkrankung verspäten oder gar verhindern. Die WHO empfiehlt folgendes zur Prävention von Typ-2: [14]

  • Ein gesundes Körpergewicht erlangen und halten
  • Körperliche Bewegung für mind. 30 min am Tag
  • Eine gesunde Ernährung – Vermeidung von Zucker und gesättigten Fetten
  • Auf Alkohol und Nikotin verzichten

Allein ein geringer Gewichtsverlust und tägliche Bewegung können die Inzidenz von Diabetes bei Personen mit einen erhöhtem Risiko um mehr als 50% reduzieren. [15]

Was hilft außerdem?

Zu der ausgewogenen Ernährung sollte eine vermehrte Zufuhr von löslichen und unlöslichen Ballaststoffen (Hanfsamen und Hanfprotein) gehören. Diese sorgen für eine Regulation bei erhöhtem Anstieg des Blutzuckers.

Antioxidantien helfen dem Körper freie Radikale zu neutralisieren. Diese schädigen Zellen und sind Auslöser verschiedenster Krankheiten. Gemüse und Obst bieten hier ein breites Spektrum antioxidativ wirksamer Stoffe. Viele befinden sich direkt unter der Schale eines Obst oder Gemüses.

Weiterhin haben Diabetiker mit einem schlechten Säure-Basen-Verhältnis zu kämpfen. Auch hier empfielt sich eine Umstellung auf basische Lebensmittel und Mineralstoffe. Otto Warburg, Nobelpreisträger sagt einst:“ Keine Krankheit kann in einem basischen Milieu überleben. Nicht einmal Krebs.“

Wegen der Diabetes Erkrankung fehlen den Betroffenen außerdem essentielle Micronährstoffe, die vom Körper vermehrt verbraucht werden. Durch Micronährstoffe wie Magnesium, B-Vitaminen, Chrom, Vitamin D3 und CoQ10 sorgen Sie bei dem Betroffenem für ein besseres Wohlergehen, durch die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels und Unterstützung des Körpers. [16]

Fazit

Wir sehen anhand verschiedener Studien, dass eine CBD Einnahme sich positiv auf Diabetes Patienten und deren Leiden auswirken kann. Obwohl zugleich zu nennen ist, dass CBD auch den Blutzuckerspiegel zum Schwanken bringen kann. CBD soll auch keinen Ersatz für Insulin darstellen. Weiterhin gibt es auch keine allgemeine Dosierung, denn wie auch bei der individuellen Menge an Insulin, verhält es sich auch so mit der Konzentration an CBD bei Diabetes Patienten. Jeder Mensch und jede Krankheit ist individuell, was entweder ein Arzt oder man selber am Besten beurteilen sollte. Deshalb sollte die Einnahme immer beobachtet und gut dokumentiert werden.

Aber bereits jetzt bestehen gute Aussichten dahingehend, CBD als Therapeutikum bei Diabetes zuzulassen. Es könnte bei der Verringerung von Symptomen unterstützen und somit Folgeerkrankungen abschwächen oder gar bestimmte Diabetes-Typen verhindern.

Langsam aber sicher nähern wir uns einem Paradigmenwechsel, dass doch so einige Leiden behandelbar sind. Bei frühzeitiger Diabetes Typ-1 Erkennung, könnte CBD dem Körper helfen aus eigener Kraft Insulin zu bilden und so die Ausbreitung des Krankheitsbildes zu stoppen. Besonders israelische Mediziner sind bei der Erforschung von CBD und andere Canabinoiden unseren Mediziner weit voraus, was nicht zuletzt auch der westlichen Gesetzgebung und der Gesellschaft geschuldet ist und deren Vorurteilen gegenüber Cannabis.

Quellen:

[1] https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/diabetes

[2] https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/diabetes-mellitus-und-andere-st%C3%B6rungen-des-kohlenhydratstoffwechsels/diabetes-mellitus-dm

[3] BKK Firmus: Gesundheit; Ausgabe: 4/20; Jahrgang: 71; ZKZ 11416 54; Seite: 6f.

[4] https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/diabetes-mellitus-und-andere-st%C3%B6rungen-des-kohlenhydratstoffwechsels/diabetes-mellitus-dm

[5] https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/diabetes

[6] https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/diabetes-mellitus-und-andere-st%C3%B6rungen-des-kohlenhydratstoffwechsels/diabetes-mellitus-dm

[7] BKK Firmus: Gesundheit; Ausgabe: 4/20; Jahrgang: 71; ZKZ 11416 54; Seite: 6f.

[8] https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/diabetes-mellitus-und-andere-st%C3%B6rungen-des-kohlenhydratstoffwechsels/diabetes-mellitus-dm

[9] Grotenhermen, Dr. Med. F. et al: Cannabidiol – Ein cannabishaltiges Compendium, (überarbeitete und ergänzte Neuauflage), Nachtschatten Verlag AG, 2018, S.49

[10] https://cbd360.de/cbd-bei-diabetes/

[11] Grotenhermen, Dr. Med. F. et al: Cannabidiol – Ein cannabishaltiges Compendium, (überarbeitete und ergänzte Neuauflage), Nachtschatten Verlag AG, 2018, S.49

[12] Grotenhermen, Dr. Med. F. et al: Cannabidiol – Ein cannabishaltiges Compendium, (überarbeitete und ergänzte Neuauflage), Nachtschatten Verlag AG, 2018, S.49

[13] https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/diabetes-mellitus-und-andere-st%C3%B6rungen-des-kohlenhydratstoffwechsels/diabetes-mellitus-dm

[14] https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/diabetes

[15] https://www.msdmanuals.com/de-de/profi/endokrine-und-metabolische-krankheiten/diabetes-mellitus-und-andere-st%C3%B6rungen-des-kohlenhydratstoffwechsels/diabetes-mellitus-dm

[16] https://www.cbd-vital.de/magazin/schmerzen-krankheiten/cbd-bei-diabetes-informationen-und-studien